Diät & Gesundheit

Was ist der BMI?

Der Body Mass Index (engl. Körpermassenindex) stellt das Verhältnis von Körpergewicht zu Größe dar. Zur Berechnung des BMI nimmt man das Gewicht in kg und teilt diese Summe durch Körpergröße im Quadrat:

z. B. BMI=         65kg        = 23 kg/qm
                 1,68m x 1,68m

Der so ermittelte Wert wird mit Normalwerten verglichen.
Ein BMI zwischen 18,5 und 25 gilt als normal. Bei Werten über 25 liegt leichtes Übergewicht vor und bei Werten über 30 starkes Übergewicht. Bei einem BMI unter 18 besteht Untergewicht. 

Macht Fett dick?

Hier gilt wie bei so vielem: die Gesamtmenge macht´s. Dick wird man, wenn man mehr Energie isst, als man verbraucht, egal ob die Energie aus Fett, Kohlenhydraten oder Eiweiß stammt. Fett liefert aber mit etwa 9 kcal pro Gramm mehr als doppelt so viel Energie wie Kohlenhydrate oder Eiweiß. Deshalb lohnt es, den Fettgehalt im Auge zu behalten. Regelrechte Low Fat Diäten dagegen werden heute nicht mehr empfohlen. 

Ist dick sein genetisch bedingt?

Die Anlagen zur Entwicklung von Übergewicht sind teilweise genetisch festgelegt und werden uns von den Eltern vererbt, d.h. aber nicht, dass das Dicksein selbst genetisch bedingt ist. In die Wiege gelegt wird uns nämlich nur, ob wir gute oder schlechte Futterverwerter sind. Um dick zu werden muss zu dieser Erblast dann erst noch der Auslöser kommen – und das sind ungünstige Ess- und Lebensgewohnheiten.

Im Mittel wird der genetische Einfluss auf das Gewicht mit 30-40 % angegeben. Das bedeutet: Wer dicke Eltern oder Großeltern hat, hat ein viel höheres Risiko (40 % bei einem übergewichtigen Elternteil, 80 % bei zwei übergewichtigen Elternteilen) dick zu werden als jemand, der aus einer schlanken Familie (7 % bei normalgewichtigen Eltern) kommt. Wer lange gestillt wurde, hat ein geringeres Risiko als Dickerchen zu enden! Zum Tragen kommt das Risiko aber erst, wenn man mehr Energie zu sich nimmt als man wieder verbraucht. 

Ist Fructose besser als Haushaltszucker?

Nein, aber anders, denn Sie ist nur ein Teil des aus zwei Einfachzuckern (Fructose + Glucose) zusammen gesetzten Haushaltszuckers. Natürlicherweise kommt Fructose (Fruchtzucker) in Obst und Honig vor. Sie liefert genau so viele Kalorien und genau so wenig Vitamine und Mineralstoffe wie Haushaltszucker. Fructose wird langsamer und ohne die Hilfe des Stoffwechselhormons Insulin vom Körper aufgenommen, der glykämische Index ist deshalb niedrig. Aus diesem Grund wurde Fructose auch als Zuckeralternative für Diabetiker empfohlen. Neuerdings wird davor gewarnt. Isolierte Fructose, vor allem in Getränken, scheint zum Übergewicht, zur Leberverfettung und zu einem erhöhern Blutfettspiegel beizutragen.  In größeren Mengen führt Fructose zu Blähungen und Durchfall, weil sie Wasser im Darm bindet. Für die Zähne schließlich ist sie genau so schädlich, weil Karies fördernd, wie Haushaltszucker. 

Was bedeutet eigentlich der Begriff Light?

"Light" bedeutet, dass mindestens 30 % weniger Kalorien, Fett oder Zucker enthalten ist als im Original.

Kann ich mit Light Produkten abnehmen?

Theoretisch kann man mit Light-Proukten abnehmen, in der Praxis ist dies aber selten der Fall. Das liegt daran, dass man automatisch mehr isst - es ist ja "nur" light. Außerdem sind diese Produkte häufig sehr stark verarbeitet, damit sie noch schmecken. Dadurch sind sie meist leicht verdaulich, haben also einen hohen "Glyx", was den Blutzuckerspiegel schnell ansteigen, aber auch schnell wieder absinken lässt. Das regt die Insulinbildung an. Durch das ausgeschüttete Insulin können die Kalorien in hohem Maße in die Fettzellen transportiert werden.

Wie leicht sind Light Produkte wirklich?

Das ist relativ und hängt stark vom Ausgangsprodukt ab. Eine Light-Leberwurst enthält zwar mit 20% Fett weniger Kalorien als normale Leberwurst (ca. 32% Fett), dennoch ist sie deutlich fetter als z.B. Schinken, der nur 3% Fett enthält. Hier hätte man also mit üblichem Schinken eine noch leichtere Variante.

Warum nimmt man von Alkohol zu?

Weil Alkohol ähnlich kalorienreich ist wie Fett. Außerdem gilt ähnliches wie bei Limonaden: Flüssigkeit hat einen geringen Sättigungseffekt. Hängt aber auch von der Art ab: Bier setzt stärker an als Wein. Die Nurses health Study ergab, dass Frauen, die mäßig Alkohol tranken, am wenigsten zunahmen.  

Mit welcher Methode reduziere ich mein Gewicht dauerhaft?

Übergewicht entsteht, wenn mehr Energie aufgenommen wird als der Körper verbraucht. Folglich muss die Energiezufuhr reduziert werden. Diäten senken die Kalorienzufuhr nach unten, sind aber nicht langfristig zu halten. Wissenschaftliche Studien belegen, dass sich eiweißreiche Kost am positivsten auf das Gewichtsverhalten auswirkt. Eiweiß sättigt am besten und aktiviert den Stoffwechsel. Bei der Verbrennung von Eiweiß läuft unser Körper auf Hochtouren. Auch Kohlenhydrate mit einem niedrigen glykämischen Index wirken sich positiv auf das Essverhalten aus, da sie lange satt machen. Der glykämische Index (GI) bzw. die glykämische Last (GL) drückt aus, wie schnell der Blutzuckerspiegel nach dem Verzehr eines bestimmten Lebensmittelverzehres ansteigt. Ist der GI hoch steigt der Blutzuckerspiegel rasch an und fällt schneller als bei einem niedrigen GI. Die Folge: erneutes Hungergefühl. 
Grundsätze für ein gesundes Abnehmen sind daher viel Gemüse, Geflügel, magere Milchprodukte, Fisch und Wasser. Ersetzen Sie Weißmehlprodukte durch Vollkornprodukte. Verzichten Sie auf Süßgetränke und reduzieren Sie den Konsum von Alkohol, Süßes und Fertigprodukte. Achten Sie auf ausreichend Schlaf und so viel Bewegung wie möglich!

Was ist Neurodermitis?

Neurodermitis ist eine chronische, nicht ansteckende Hauterkrankung. Symptome sind starker Juckreiz der Haut, rote, schuppende und manchmal auch nässende Ekzeme. Bei Neurodermitis ist die Aktivität des Enzyms zur Bildung von Hautfett gestört, das dafür verantwortlich ist, die Haut geschmeidig zu halten. Um dieses Fett herzustellen, benötigt der Körper Gamma-Linolensäure, die die Beschwerden lindern können.

Kann man Neurodermitis mit Ernährung behandeln?

Gamma Linolensäure (GLS) ist eine mehrfach ungesättigte Omega-6-Fettsäure. Sie ist eine Vorstufe der Dihomo-Gamma-Linolensäure und damit Grundsubstanz für Gewebshormone. Deswegen werden ihr entzündungshemmende Eigenschaften zugeschrieben. Sie kann zur Behandlung von Neurodermitis eingesetzt werden, da sie ekzematöse Hautveränderungen lindern kann. GLS kommt z. B. in Borretsch-, Schwarzkümmel- und Hanföl vor und wird als Nahrungsergänzung angeboten. Sie kann aber die Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren verhindern.

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