Lebensmittel & Kochen

Was sind omega-3-Fettsäuren?

Diese mehrfach ungesättigten Fettsäuren sind lebensnotwendig (essentiell): unser Körper kann sie nicht selber herstellen. Gute Quellen sind Kaltwasserfische (z. B. Hering, Makrele, Lachs), pflanzliche Fette wie Lein-, Raps- und Walnussöl und Nüsse. Omega-3-Fettsäuren sind wichtig zur Bildung von Botenstoffen und für das Immunsystem. Sie verbessern die Fließeigenschaften des Blutes und helfen so, Arteriosklerose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen. Bei Neurodermitis können sie sich positiv auswirken. Der wichtigste Vertreter ist die Alpha-Linolensäure.

Was sind omega-6-Fettsäuren?

Omega-6-Fettsäuren sind ebenfalls essentielle Fettsäuren. Sie sind vor allem in pflanzlichen Ölen enthalten und erfüllen im Körper eine Reihe wichtiger Funktionen. Eine zu hohe Zufuhr kann Entzündungen fördern und Omega–3-Fettsäuren verdrängen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren im Verhältnis 5:1 mit der Nahrung aufzunehmen. Am besten viel Rapsöl, auch Lein- und Walnussöl verwenden und Seefisch essen. Auf Distelöl verzichtet und weniger Sonnenblumen- und Maiskeimöl essen. Olivenöl und Sojaöl sind neutral.

Was ist Quinoa?

Quinoa stammt aus Südamerika und gehört botanisch gesehen zur selben Familie wie Rote Bete, Mangold und Spinat. Es kann wie Getreide verwendet werden, enthält aber fast kein Gluten, dafür viel hochwertiges Eiweiß und Mineralstoffe, vor allem viel Eisen. 

Was ist Amaranth?

Pseudoweizen mit essbaren, nussig-schmeckenden Samenkörnern. Diese können gekocht oder gepufft verwendet oder zu Mehl vermahlen werden. Gemahlener Amaranth kann zum Backen von Brot genutzt werden –allerdings muss dem Mehl glutenhaltiges Mehl (z.B. Roggen-Weizenmehl) zugesetzt werden damit der Teig aufgeht. Amaranth selber ist übrigens glutenfrei. Er ist die eisenreichste "Getreideart" und deshalb ideal für die vegetarische Kost.

Was ist Leinsamen?

Eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt ist Lein. Dessen Samen enthalten reichlich Ballaststoffe, die durch Aufquellen frei werden und eine entzündungshemmende bzw. verdauungsförderende Wirkung haben. Zudem liefern die Samen Leinöl welches wertvolle ungesättigte Fettsäuren enthält. Goldgelber und brauner Leinsamen:
Es gibt den goldenen Leinsamen und den braunen Leinsamen. Der goldene Leinsamen ist eine Sonderzüchtung und unterscheidet sich u.a. durch seine Quellfähigkeit. Er ist außerdem wesentlich quellfähiger als der braune Leinsamen und daher besser als verdauungsfördernder Ballaststoff geeignet.

Was ist Topinambur und wie kann ich ihn verwenden?

Das knackig gelbliche Fruchtfleisch der Wurzel hat einen feinen, süßen Geschmack und wird roh wie Möhren oder gegart wie Kartoffeln verwendet. Topinambur enthält viel Kalium, Eisen und das Kohlenhydrat Inulin, das wie Stärke in Fruchtzucker umgewandelt wird. Dadurch hat es keinen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel und regt zudem die Verdauung an. Topinambur wirkt zudem tonisierend und regt die Milchproduktion an.

Was sind Weizenkeime?

Weizenkeime sind Bestandteil des ganzen Weizenkorns, aus dem wertvolles Weizenkeimöl gewonnen werden kann oder Flocken gepresst werden, die häufig in verschiedenen Müslimischungen enthalten ist. Die Keime enthalten sehr viel Vitamin E, B1, B6, Folsäure, Nikotinsäure, Magnesium, Zink, Phosphor, Kalium und Eisen. Sie können Weizenkörner auch selber keimen und im Salat oder Wok genießen.

Wie kann ich Hefeflocken verwenden?

Hefeflocken sind Bierhefe in einer anderen Form. Hefeflocken eignen sich als wertvolle Nahrungsergänzung, da sie Vitamine der B-Gruppe und Eiweiß enthalten. Hefeflocken reichern Müslis, Milchprodukte und andere Speisen an, stärken den Stoffwechsel und regen die Milchproduktion an.

Was ist Tofu?

Tofu stammt aus der asiatischen Küche und wird aus Sojabohnen hergestellt. Er schmeckt neutral und ist als fester schnittfähiger Block oder als cremiger Seidentofu im Handel. Geräuchert entwickelt er ein würziges Aroma. Es gibt auch Tofu mit Sesam oder Tomaten, mit Kräutern oder Knoblauch. Er ist ein kalorienarmer Eiweißlieferant, frei von gesättigten Fettsäuren und Cholesterin.

Was steckt in Sojabohnen?

Sojabohnen stammen aus Asien und zählen zu den eiweißreichsten Hülsenfrüchten. Sie können als Gemüse verzehrt oder weiterverarbeitet werden. Aus Sojabohnen wird z.B. Tofu und Sojasauce hergestellt. Auch Öl wird aus den Sojabohnen gewonnen. Bei der Ölgewinnung aus Soja fällt Sojaschrot ab. Dieser wird industriell weiter verarbeitet zu Sojafleisch oder Sojawurst. Das Eiweiß ist reich an essentiellen Aminosäuren. Auch Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium, Eisen und Folsäure sind in Sojabohnen in hohen Mengen vorhanden. In geringeren Mengen auch Vitamin B2, B6 sowie Zink und Calcium.
Meist werden Sojabohnen als Zutat von Suppen oder Eintöpfen und Gemüsebeilage gegessen. Während frische Sojabohnen mit oder ohne Hülse gegart werden, lassen sich getrocknete wie andere Hülsenfrüchte zubereiten. Die Zubereitungsarten von Sojabohnen reichen vom Zerkleinern, als Mehl gemahlen, gekeimt als Sprossen bis hin zum Pressen. Bei Miso, Sojasauce und Tempeh handelt es sich um fermentierte Varianten des Soja.

Kann ich Kuhmilch durch Sojamilch ersetzen?

Bei Sojamilch handelt sich im Gegensatz zur Kuhmilch um ein rein pflanzliches Produkt. Sie wird aus zerkleinerten Sojabohnen hergestellt und ist deshalb auch für Veganer geeignet. Wie Kuhmilch eignet Sie sich zur Zubereitung von Joghurt, Eiscreme, Drinks oder Pudding. In der Regel wird sie mit Mineralstoffen und Vitaminen angereichert, oft auch gesüßt und aromasiert


Was ist Carob?

Carob wird aus den Früchten des Carobbaums hergestellt. Das süßliche, braune Pulver erinnert an Kakao und entsteht durch Trocknen, Rösten und Mahlen der Schoten. Es ist ballaststoffreich und enthält im Gegensatz zu Kakao weder Koffein noch Theobromin. Aus den Kernen der Schote wird Johannisbrotkernmehl hergestellt, das als Bindemittel verwendet werden kann.

Woraus besteht Lapacho-Tee?

Lapacho-Tee wird aus der inneren Rinde des Lapacho-Baumes gewonnen. Lapacho-Tee liefert Kalzium, Kalium, Magnesium und sogar Eisen und Zink. Hinzu kommt, dass dieser Tee eine immunstärkende Wirkung hat und die Darm- und Verdauungstätigkeit anregt. Im Gegensatz zu Grün- und Schwarztee enthält Lapacho-Tee kein Koffein. 

Wann gibt es frischen Bärlauch zu kaufen?

Bärlauch ist ein Verwandter des Knoblauchs, schmeckt aber milder. Seine Saison geht von Ende März bis etwa Anfang Juni.

Was ist Currypaste?

Currypasten sind orientalische Gewürzmischungen, die sich in ihrem Schärfegrad unterscheiden. Angebrochene Pasten bleiben im Kühlschrank einige Monate frisch.

Was ist Ingwer?

Ingwer ist eine Wurzel, die nicht nur als Gewürz, sondern auch als Heilmittel genutzt wird. Das Ingwerfleisch schmeckt scharf und sehr würzig und regt das Verdauungssystem an. Ingwer gibt es frisch als Knolle, oder auch getrocknet und pulverisiert. Die frische Knolle sollte prall und knackig sein und hält sich im Kühlschrank 2-3 Wochen

Was sind Kaffirblätter?

Die Blätter des Kaffirlimettenbaumes sind in der asiatischen Küche sehr beliebt. Sie haben einen starken zitronigen Geschmack und werden wie Lorbeerblätter mitgekocht. Sie finden sie getrocknet, tiefgefroren oder frisch in Asiageschäften

Was ist Kreuzkümmel?

Kreuzkümmel (engl. Cumin) gibt Curry das typisch exotische Aroma. Er sieht aus wie Kümmel, schmeckt aber indisch. Er wirkt entwässernd, verdauungsfördernd und magenstärkend. Kreuzkümmel ist sowohl als Samen oder Pulver erhältlich.

Wofür wird Koriander verwendet?

Der wegen seiner Heilkräfte bekannte Koriander ist im Mittelmeerraum zu Hause. Er wirkt verdauungsfördernd, antirheumatisch sowie wohltuend bei Erkältungen. Sein Grün ist die Petersilie des Orients. Die Körner des Koriander werden für die Herstellung von Brot- und Lebkuchen eingesetzt.

Was ist Macis?

Macis (oder Muskatblüte) wird getrocknet oder gemahlen zum Würzen von Gebäck, Süßspeisen oder Suppen verwendet. Sie hat einen aromatisch-harzigen und leicht bitteren Geschmack. Macis  entfaltet positive Wirkungen auf den Magen und die Verdauung.

Was ist Pul Biber?

Pul Biber (türkischer Plättchenpaprika) ist eine vor allem in der türkischen Küche verwendete Würzmischung aus Paprika, Chili, Salz, Pflanzenöl und Gewürzextrakten. Er gibt Gerichten die scharfe Note

Was ist Wasabi?

Wasabi wird auch japanischer Meerrettich genannt. Er ist jedoch deutlich schärfer als der europäische. Die Schärfe bekommt die hellgrüne Gewürzzubereitung von flüchtigen Senfölen. Wasabi wird in kleinen Mengen unter anderem zusammen mit Sojasoße zu Sushi und Sashimi gereicht und ist meist als Pulver in Gläsern und Dosen oder als Paste in kleinen Tuben erhältlich.
Ebenso wie deutscher Meerrettich fördert Wasabi die Verdauung. Die Senföle töten im Darm darüber hinaus unerwünschte Bakterien ab.

Was ist Zitronengras?

Zitronengras kommt vor allem in der südostasiatischen Küche zum Einsatz. Der frische zitronenartige Geschmack verleiht den Speisen einen exotischen Geschmack und wird wie Lorbeer mit gekocht. Frisches Zitronengras vor verwendung etwas anquetschen. Gibt’s auch getrocknet im Handel.

Was bedeutet Weizenmehl Type 405?

Die Mehltype, z. B. 405 oder 1050, gibt
Auskunft über den Mineralstoffgehalt im Mehl, der nach dem Ausmahlen noch vorhanden ist. Je höher die Type, desto mehr Mineralstoffe, aber auch Vitamine und Ballaststoffe sind im Mehl selbst noch enthalten, weil mehr vom Außenhäutchen und vom Keim enthalten ist: das Mehl ist dunkler. Alle Rezepte mit weißem Mehl können auch mit Mehl der Type 1050 gebacken werden, allerdings mit etwas mehr Flüssigkeit. Vollkornmehl (Type 1700) braucht noch mehr Flüssigkeit zum Quellen und passt am besten zu pikanten oder nussigen Teigen.

Was ist Süßholz?

Süßholzsaft ist der Hauptbestandteil von Lakritze. Von ihm kommt nicht nur der süßliche, anisartige Geschmack, sondern auch die dunkle Farbe. Süßholz wird gerne als süßender Zusatz in Teemischungen verwendet. In der Schwangerschaft sollte darauf verzichtet werden! In hohen Dosen kann es zu Bluthochdruck, Ödemen oder Kaliummangel führen. 

Was ist Bockshornklee?

Bockshornklee hat einen stark würzigen Geruch. Er erinnert ein wenig an Liebstöckel. In der Küche finden sowohl die gelb-braunen Samen als auch die kleinen grünen Blättchen Verwendung. Die Samen sind oft in Currymischungen enthalten. Nachweislich wirkt Bockshornklee vorbeugend gegen Ödeme und fördert die Milchbildung. Sie eignen sich wunderbar zum Keimen!

Welche Lebensmittel enthalten viele Ballaststoffe?

 Alle pflanzlichen Lebensmittel, die durch Fasern Halt und Form bekommen: Vollkornprodukte, Gemüse, Obst (vor allem Trockenobst),  Hülsenfrüchte, Nüsse.

Was sind Zuckeraustauschstoffe?

Kohlenhydrate, die der menschliche Stoffwechsel insulinunabhängig verwertet und die daher anstelle von Zucker in der Diabetikerdiät verwendet werden können.

Was sind Bittersalate?

Bittersalate zählen zu der Familie der Korbblüter, den sogenannten Zichorien.  Der Milchsaft der Zichorien ist reich an dem sekundären Pflanzenstoff Lactucopikrin, ein Bitterstoff. Zu den bekanntesten Vertretern der Bittersalate zählen Chicoree und Radicchio.

Hygiene in der Küche

Am wichtigsten ist es, vor dem Kochen die Hände gründlich zu waschen, auf saubere Arbeitsflächen und Kühlschrank zu achten. Rohkost immer gründlich waschen und getrennt von Fisch und Fleisch zubereiten. Eingefrorene Lebensmittel immer aus der Verpackung nehmen und in einer sauberen Schüssel mit Sieb im Kühlschrank auftauen lassen. Auftauwasser entsorgen. Kaufen Sie frische Lebensmittel wie Käse und Wurst möglichst am Stück und lagern sie im Kühlschrank, Rinde und Pelle vor Verzehr immer entfernen. Essen nicht warm halten – lieber kalt stellen und kurz und stark wieder erhitzen. 

Was ist Laktose?

Dieser Zweifachzucker wird auch Milchzucker genannt. Er ist in Milch (-erzeugnissen) und zahlreichen Tabletten enthalten. Für den Säugling ist Laktose das einzige Kohlenhydrat in der Nahrung. Im Erwachsenenalter wird Laktose meist weniger gut vertragen. (Die Produktion des Enzyms Laktase geht zurück). Die Krankheit bei Laktasemangel wird als Laktoseintoleranz bezeichnet.

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