Umwelt & Nachhaltigkeit

Was ist Controlled Atmosphere-Lagerung (kurz Ca-LAgerung)?

Bei der Lagerung oder dem Transport von Obst und Gemüse werden der Umgebungsluft weitestgehend Sauerstoff und Kohlendioxid entzogen. Sehr erfolgreich wird die CA-Lagerung beim Schiffstransport von Früchten (Bananen, Äpfeln, Birnen etc.) eingesetzt. Durch die Steuerung der atmosphärischen Zusammensetzung in den Laderäumen kann auf den Einsatz chemischer Konservierungsmittel weitestgehend verzichtet werden. Ca-Lagerung ist aber Energieintensiver als die Lagerung in einem „normalen“ Kühlhaus. Bei Fertigpackungen mit Frischeerzeugnissen, die besonders empfindlich auf den Sauerstoff der Umgebungsluft reagieren wie z.B. Fleisch oder küchenfertige Salate, wird diese Methode ebenfalls angewandt. Die Haltbarkeit kann zusätzlich verlängert werden, indem man die Verpackungen mit Stickstoff befüllt. Diese Verpackungen sind mit dem Hinweis „unter Schutzatmosphäre verpackt“ gekennzeichnet.

Was ist der CO2-Fußabdruck?

 

Dieser Begriff bezeichnet die Emissionsmenge an Kohlenstoffdioxid (CO2) in Tonnen, die durch die Verbrennung fossiler Energieträger oder die Herstellung eines Produkts verursacht wird. Der CO2-Anteil am ökologischen Fußabdruck entspricht daher der Kategorie Energiefläche, also der Waldfläche, die benötigt wird, um alle CO2-Emissionen aufzunehmen.

Was ist Monitoring?

Ist ein seit 1995 gemeinsam durchgeführtes systematisches Mess- und Beobachtungsprogramm von Bund und Ländern. Dabei werden Lebensmittel und seit 2010 auch kosmetische Mittel und Bedarfsgegenstände repräsentativ für Deutschland auf Gehalte an gesundheitlich nicht erwünschten Stoffen untersucht. Das Monitoring dient dem vorbeugenden gesundheitlichen Schutz des Verbrauchers. Es wird auf der Grundlage der §§ 50 – 52 des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuchs (LFGB) als eigenständige gesetzliche Aufgabe im Rahmen der amtlichen Überwachung durchgeführt.

Wofür steht das MSC-Zeichen?

MSC (Marine Stewardship Council) ist eine unabhängige und gemeinnützige Organisation, die seit 1997 nachhaltige Fischerei, bzw. Produkte aus nachhaltiger Fischerei mit dem MSC-Siegel zertifiziert. Sie leistet somit einen Beitrag zur Erhaltung der Weltmeere. Das MSC-Siegel gibt dem Verbraucher die Möglichkeit, sich beim Kauf von Fisch und Meeresfrüchten, für die verantwortungsvolle Fischerei zu entscheiden.

Was ist der ökologische Fußabdruck?

Der ökologische Fußabdruck ist der Flächenbedarf, um alle Rohstoffe zu produzieren, die für den Konsum und Lebensstil einer Person, eines Land oder der gesamten Erdbevölkerung benötigt werden und um den dabei entstehenden Abfall zu entsorgen. Seine Einheit, der globale Hektar (gha), berücksichtigt auch unterschiedliche Fruchtbarkeit von Böden, um Länder oder Gebiete weltweit vergleichbar zu machen. Für die Berechnung werden sechs Flächenkategorien unterschieden. Für die Ernährung sind vor allem die Ackerfläche zur Produktion pflanzlicher Lebensmittel und Futtermittel, Weideland zur Produktion tierischer Lebensmittel und die Wasserfläche in Form von Fischgründen und Wasserverschmutzungen von Bedeutung. Hinzu kommen Waldfläche für Holz und deren Produkte, Siedlungsfläche durch Häuser und Straßen. Die Energiefläche spiegelt die Waldfläche wider, die zur Aufnahme des durch fossilen Energieverbrauch freigesetzten Kohlenstoffdioxids nötig ist. Komponenten wie Toxizität (Schwermetalle, Radioaktivität), Süßwasserentnahme oder Landdegradation (Erosion, Versalzung) können mit diesem Modell nicht berücksichtig werden. Für die Berechnung des Fußabdrucks einzelner Lebensmittel werden Sekundärprodukte (z.B. Mehl) in die äquivalente Menge des Primärprodukts (z.B. Weizen) umgerechnet. Derzeit übersteigt der Fußabdruck die vorhandenen Biokapazitäten unseres Planeten um rund 50%. Für unseren Lebensstil wären also 1,5 Erden nötig.

Was ist virtuelles Wasser?

„Virtuelles Wasser“ beschreibt die Wassermenge, die in der gesamten Herstellungskette für ein Produkt oder eine Dienstleistung verwendet wurde. Daraus kann der virtuelle Wasserfußabdruck eines Landes berechnet werden, um die ökologische Situation der Produktionsbedingungen im Land zu bewerten. Darunter versteht man die Wassermenge, die insgesamt von den Einwohnern beansprucht wird. Sie setzt sich zusammen aus dem internen Wasserfußabdruck, die Nutzung der heimischen Wasservorkommen, und dem externen Wasserfußabdruck durch importiertes virtuelles Wasser aus anderen Ländern in Form von Importgütern. Damit verrechnet wird das virtuelle Wasser von exportierten Gütern. Die höchste Einsparung an virtuellem Wasser wird durch eine Verringerung des Fleischkonsums erreicht, weil dann weniger wasserintensive Futterpflanzen produziert werden müssen. 

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