Gefüllte Zwiebeln mit Zwiebel-Kartoffel-Püree

von Dagmar von Cramm

Zwiebeln – jede/r kennt sie, (fast) jede/r liebt sie. Zwiebeln sind eine unverzichtbare Zutat in Gerichten aus aller Welt. Sie verleihen einfach jeder Mahlzeit eine besondere Würze. Dennoch stehen Zwiebeln eigentlich nie im Fokus, oder? Sie werden immer klein geschnitten oder gehackt und dann verbraten oder mitgekocht… Das ist so schade! Deswegen habe ich mir jetzt ein Rezept überlegt, bei dem die Zwiebel mal im Mittelpunkt steht und richtig gefeiert wird: Gefüllte Zwiebeln mit Kartoffel-Zwiebel-Püree.

… zu meinen gefüllten Zwiebeln gibt es Kartoffel-Zwiebel-Püree.

Übrigens hat die Zwiebel nicht nur geschmacklich ordentlich was auf dem Kasten. Sie ist auch ein unglaublich gesundes Gemüse! Warum und was sie alles kann, könnt ihr in meiner Zwiebel-Warenkunde nachlesen.

Zurück zum Rezept: Mit was füllt man denn Zwiebeln? Ich habe mich entschieden für: Oliven, Walnüsse, Semmelbrösel, Thymian, Macis und etwas Olivenöl. Das schmeckt wunderbar würzig und wird im Ofen schön knusprig.

Aber Zwiebeln füllen? Wie soll das gehen?

Einfacher als gedacht! Die Zwiebeln müssen natürlich geschält werden. Dann schneidet ihr die Endstücke oben und unten ab – hier nicht zu sparsam sein. Anschließend müssen die Zwiebeln mittig durchgeschnitten werden. Und zwar so, dass ihr dann auf die Schichten als Kreise blickt, also nicht wie man sie normalerweise zum hacken in der Hälfte teilt. Jetzt könnt ihr die Knollen mit einem kleinen, scharfen Melonenausstecher bis auf die äußersten zwei Schichten aushöhlen. Oder noch einfacher: Ich habe die inneren Schichten der Zwiebel einfach vorsichtig herausgedrückt (seht ihr in meinem Video)… und zack, schon ist die Zwiebel ausgehöhlt und bereit, um gefüllt zu werden. Das Loch unten könnt ihr übrigens ganz einfach mit einem Stück Zwiebel von den inneren Schichten überdecken – funktioniert wunderbar.

Was passiert mit dem Inneren der Zwiebeln?

Wenn 800 g Zwiebeln ausgehöhlt werden, ist am Ende natürlich ganz schön viel übrig. Die muss auf jeden Fall auch verwendet werden! Damit das Gericht satt macht, gibt es zu den gefüllten Zwiebeln Kartoffeln… und zwar in Form von Püree. Und hier kommen die übrigen Zwiebeln zum Einsatz. Die werden nämlich mit den Kartoffeln zusammen gegart und dann püriert. Das ist mit gewöhnlichem Kartoffelstampf, -brei oder -püree absolut nicht zu vergleichen. Denn die Zwiebeln geben dem Ganzen eine herrlich würzige und leicht süßliche Note – müsst ihr unbedingt ausprobieren!

Macis wird aus dem Samenmantel hergestellt, der die Muskatnuss umhüllt.

… und was ist Macis?

Macis, Muskat – was ist der Unterschied? Muskat bzw. Muskatnuss ist natürlich die Nuss der Muskatnusspflanze. Macis, auch Muskatblüte genannt, stammt zwar von der gleichen Pflanze, ist aber der Samenmantel, der die Muskatnuss umhüllt. Auch geschmacklich gibt es einen Unterschied. Muskat schmeckt warm, süß-scharf, holzig. Macis dagegen ist deutlich milder und blumiger im Geschmack, kann sogar eine leichte Honig- oder Karamell-Note haben. Es wird zum Beispiel auch häufig in Curry verwendet.

Na? Habt ihr Lust meine gefüllten Zwiebeln nachzukochen? Dann schaut euch unbedingt mein Video dazu an:

Und falls ihr Lust auf ein Rezept habt, bei dem sich die Zwiebel von einer ganz anderen Seite zeigt: Probiert mal meinen Chicorée-Salat mit Schoko-Dressing.

Zwiebeln – jede/r kennt sie, (fast) jede/r liebt sie. Zwiebeln sind eine unverzichtbare Zutat in Gerichten aus aller Welt. Sie verleihen einfach jeder Mahlzeit eine besondere Würze. Dennoch… Drucken
Zubereitungszeit:
Nährwerte 566 kcal 29,8 g Fett 65,1 g Kohlenhydrate 11,4 g Eiweiß 6,9 g Ballaststoffe
Bewertung 5.0/5
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Zutaten

  • 800 g Zwiebeln (ca. 12 Stück)
  • 60 g Walnüsse
  • 60 g Oliven ohne Stein
  • 1-2 Thymianzweige
  • 60 g Semmelbrösel
  • Salz
  • Macis (Muskatblüte)
  • 6 EL Olivenöl
  • 800 g Kartoffeln (vorw. festkochend oder mehlig)
  • Pfeffer
  • 150 ml Milch

Zubereitung

  1. Die Zwiebeln pellen. Quer in der Mitte halbieren, sodass man auf die Schichten als Kreise blickt. Mit einem scharfen Melonenausstecher die Zwiebeln bis auf die 2 Außenhäute aushöhlen oder die inneren Schichten vorsichtig herausdrücken. Knoblauch abziehen, mit den Nüssen und den Oliven hacken. Thymian von den Stielen streichen, mit Semmelbröseln, etwas Salz, Macis und 5 EL Öl untermischen.
  2. Ein Backblech mit Backpapier auslegen, den Ofen auf 200 Grad vorheizen. Jede Zwiebelhälfte üppig mit dem Bröselmix füllen und aufs Blech setzen. In etwa 45 Min. gar schmoren.
  3. In der Zwischenzeit das Innere der Zwiebeln grob hacken und in 1 EL Öl glasig dünsten, ohne zu bräunen. Die Kartoffeln waschen, schälen und in grobe Würfel schneiden. Mit andünsten, mit Salz, Pfeffer und Macis würzen und mit etwa 100 ml Wasser angießen. Bei kleiner Hitze zugedeckt garen.
  4. Wenn nach etwa 30 Min. der Zwiebel-Kartoffelmix gar ist, die Milch zugeben und alles mit dem Pürierstab fein pürieren. Abschmecken und zu den gefüllten Zwiebeln reichen.

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