No-Bake-Kräuterkuchen – perfekt für den Osterbrunch

von Dagmar von Cramm

Mein No-Bake-Kräuterkuchen – super einfach, lecker und ein echter Hingucker!

Seid ihr noch auf der Suche nach Ideen für den Oster-Brunch? Oder habt Lust auf einen einfach, frischen Leckerbissen, der nach Frühling schmeckt? Dann habe ich hier was ganz tolles für euch: Mein No-Bake-Kräuterkuchen – ein frischer Genuss ohne Backen! Er ist wirklich super einfach und schnell gemacht und verziert mit Radieschen und Kräutern ist er dazu auch noch ein echter Hingucker! Im Kühlschrank hält er sich mindestens 3-4 Tage und ihr könnt bzw. solltet ihn schon am Vorabend vorbereiten und über Nacht kühl stellen. Oder – wenn’s ganz schnell gehen soll – nach der Zubereitung für ein paar Stunden in das Tiefkühlfach stellen, bis er fest geworden ist.

Was steckt drin?

Für meinen herzhaften Kräuterkuchen habe ich rustikales Roggenvollkornbrot mit verschiedenen Kernen für einen knusprigen und sättigenden Boden kombiniert. Als Topping: Quark, Frischkäse und luftige Schlagsahne – das wird zu einer cremigen Mischung. Das Besondere? Frühlingskräuter! Die verleihen meinem No-Bake-Kräuterkuchen nicht nur seinen aromatisch-würzigen Geschmack, sondern liefern euch auch eine ordentliche Portion Vitalstoffe. Im Idealfall könnt ihr die Kräuter sogar in eurem Garten oder im Wald sammeln. Ich habe meine Frühlingskräuter natürlich im Mühlengarten gepflückt. Dort habe ich gefunden: Bärlauch, Löwenzahn, Giersch und Brennnessel … dazu noch etwas Radieschengrün und Petersilie – fertig ist ein super leckerer Kräuter-Mix.

Bei der Auswahl der Kräuter sind eurer Kreativität wirklich keine Grenzen gesetzt. Ihr könnt von Rucola, Schnittlauch und Petersilie über Blattspinat und Radieschengrün bis hin zu Pimpinelle, Giersch und Sauerampfer wirklich alles verwenden. Ihr müsst nur bedenken, wenn ihr z.B. recht viel Sauerampfer verwendet, kann die Quark-Creme vielleicht etwas säuerlich schmecken. Dann könnt ihr gut auf den Zitronensaft verzichten. Mit viel Löwenzahn wird’s eventuell etwas bitter, dann notfalls etwas Süße in Form von z.B. Honig zugeben.

Viele Wildkräuter werden unterschätzt, dabei sind sie so lecker, gesund und vielseitig einsetzbar!

Unterschätzte Kräuter-Power

Kräuter wie Petersilie, Schnittlauch und Bärlauch kennt und verwendet jeder – klar. Absolut zurecht! Bärlauch ist auch eines meiner absoluten Lieblingskräuter – er schmeckt so herrlich intensiv! Und: Nicht nur sein Geschmack macht ihn bemerkenswert – Bärlauch steckt auch voller kostbarer Inhaltsstoffe wie ätherischen Ölen, Vitaminen (besonders Vitamin C) und Mineralstoffen. Das sorgt für viele gesundheitsfördernden Eigenschaften – er wirkt z.B. entzündungshemmend, antibakteriell und immunstärkend.

Aber wer mich kennt, weiß: Ich koche gerne preiswert und verarbeite am liebsten alles von meinem Gemüse – Blätter, Strunk, Samen und Co. Und ich liebe es durch meinen Mühlengarten zu schlendern, die verschiedensten Kräuter (und „Unkräuter“) zu pflücken und in meine gesunden Gerichte zu integrieren.

Deswegen sage ich immer wieder: Brennnesseln, Löwenzahn, Radieschengrün und Co. werden absolut unterschätzt!

Brennnesseln sind sogar als Heilpflanze bekannt – sie haben entzündungshemmende, antioxidative und harntreibende Eigenschaften!

Brennnesseln kennen die meisten zwar als Tee, aber viele wissen nicht, dass man die Blätter auch super vielseitig in der Küche einsetzen kann! Ob in Suppen, Smoothies, Pestos, Saucen oder Aufstrichen – sie sind super gesund, lecker und natürlich preiswert. Nicht ohne Grund sind Brennnesseln als Heilpflanzen bekannt… Sie sind reich an Nährstoffen wie Eisen, Kalzium, Magnesium, Vitamin A und Vitamin C. Dank ihrer entzündungshemmenden, antioxidativen und harntreibenden Eigenschaften können Brennnesseln sogar bei verschiedenen Beschwerden helfen – von Allergien über Gelenkschmerzen bis hin zu Hauterkrankungen.

Das gleiche gilt übrigens für Löwenzahn – auch er wird von den meisten unterschätzt. Wen’s genauer interessiert: Hier könnt ihr mehr über das leckere und super-gesunde „Unkraut“ lesen.

Uuuuund auch das sage ich immer wieder: Radieschengrün auf keinen Fall wegschmeißen! Das könnt ihr so einfach mit in euren Salat packen, in Kräuterpestos integrieren oder in warmen Gerichten genauso verwenden wie z.B. Babyspinat – einfach grob hacken und vor dem Servieren unterziehen. Auf diese Weise bekommt ihr nicht nur mehr für euer Geld, sondern kriegt auch mehr der guten Nährstoffe ab! Denn auch das Radieschengrün hat einiges zu bieten: Es ist z.B. reich an Vitamin C und Vitamin K. Außerdem sind die Blätter eine tolle Quelle für Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium, Eisen und, und, und …

Ich wette, jetzt habt ihr erstrecht Lust, meinen No-Bake-Kräuterkuchen auszuprobieren, oder? Hier könnt ihr euch anschauen, wie’s geht:

No-Bake-Kräuterkuchen

Seid ihr noch auf der Suche nach Ideen für den Oster-Brunch? Oder habt Lust auf einen einfach, frischen Leckerbissen, der nach Frühling schmeckt? Dann habe ich hier was… Drucken
Portionen: 6 Zubereitungszeit:
Nährwerte pro Portion: 466 kcal 31,2 g Fett 28,3 g Kohlenhydrate 20,6 g Eiweiß 5,0 g Ballaststoffe
Bewertung 5.0/5
( 1 Bewertungen )

Zutaten

  • 80 g Kernmix
  • 100 g Butter oder Margarine
  • 250 g körniges Roggenvollkornbrot
  • 1 Bd. Radieschen
  • 1 Bd. Bärlauch (ca. 50 g)
  • 50 g Frühlingskräuter
  • 2 EL Olivenöl
  • ½ Zitrone
  • 300 g Frischkäse light
  • 250 g Magerquark
  • Salz, Pfeffer
  • 150 ml Schlagsahne
  • 1 Pckg. Sahnesteif

Zubereitung

1 Den Kernmix und das Vollkornbrot im Blitzhacker zerkleinern. In einer beschichteten Pfanne rösten. Vom Herd nehmen und die Butter darin schmelzen. Bort-Kern-Mischung in die Springform drücken, dabei ca. 2 cm Rand hochziehen. Fest andrücken und kalt stellen.

2 Das Gemüse waschen. Schöne Bärlauchblätter, kleines Radieschengrün oder Kräuter und Radieschen zur Deko beiseite legen. Das übrige Grün samt Stielen und Olivenöl im Blitzhacker zerkleinern. Die Zitronenschale abreiben, den Saft auspressen.

3 Frischkäse und Quark mit Zitronensaft und -schale cremig rühren, mit den Gewürzen pikant abschmecken. Die Sahne mit dem Sahnesteif schlagen, unterziehen, dann das Kräuterpesto unterrühren. Kräuter-Creme auf dem Keksboden verteilen und über Nacht kalt stellen.

4 Den Kräuterkuchen vor dem Servieren mit Radieschen und Kräutern dekorativ belegen und auftischen.

Tipp

Wer's super eilig hat, kann den Kräuterkuchen auch für ein paar Stunden in das Tiefkühlfach stellen bis die Creme fest ist.

Freiraum für Dich

*mit dem Absenden des Kommentars erklärst Du dich mit der Verarbeitung und Speicherung Deiner persönlichen Daten einverstanden.

This website uses cookies to improve your experience. We'll assume you're ok with this, but you can opt-out if you wish. Akzeptieren Mehr Informationen